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Das richtige Wasser macht den Tee

Auf das „richtige“ Wasser kommt es an. Vor einigen Jahren hätten wir dazu noch gesagt: „Was für ein Nonsens! Jetzt wird aber völlig übertrieben.“ Einige hätten sogar überdreht und interpretiert „na klar doch: zum Assam nur Wasser aus Indien und zum Formosa nur stilles Wasser aus Taiwan“.   

Reines Bergwasser für Deinen Tee

Aber im Ernst! Aus was besteht denn Dein Tee? Was macht den größten Anteil aus? – Ja, es ist in der Tat Wasser. Auch wenn die oben angeführten Aussagen vielleicht sehr zugespitzt sind, so stellt sich die Frage nach der Qualität des Wassers, das Du zu Hause für Deine Teezubereitung benutzt. Die Blätter können noch so fein und zart, das Aroma so vielversprechend, die Herkunft und Qualität noch so einmalig und besonders sein. Der Traum Deines Genusses endet mit Deiner Art der Zubereitung und der Qualität des Wassers. Das Endergebnis in Deiner Tasse kann nur so gut wie das schwächste Glied in der gesamten Prozesskette sein!

Teegenuss sollte wahre Lebensfreude, Leidenschaft, ein Wohlfühloase für Seele und Gaumen und jeder erneute Aufguss ein sinnliches Erlebnis sein. Daher solltest Du Dir zumindest bewusst machen, dass es manchmal nicht Tee selbst ist, der Dich enttäuscht, nicht aufregend, betörend, super toll oder gar super geil ist. Die Fehlerquelle liegt vielleicht an anderer Stelle. Echter Teegenuss ist immer eine grundsätzliche  Frage der:

  • Zubereitung
  • Wasserqualität (insbesondere der Wasserhärte bzw. des Anteils an Mineralien)

An dieser Stelle sei nochmals unterstrichen, dass Du Dein Wasser fortan nicht aus Lourdes oder sonstigen entlegenen Quellen diese wunderbaren Planeten beschaffen sollst. Auch wenn es Vertreter gibt, die die Meinung sind, dass unser heutiges (Leitungs-)wasser von absolut minderwertiger Qualität ist – physikalisch wie chemisch - und nur dampfdestilliertes oder osmotisiertes Wasser den richtigen Grad für Tee ausweist.

Soweit gehen wir jedoch nicht. Aufgabe sollte es unserer Ansicht nach sein, Dein Leistungswasser daheim oder Lieblingswasser aus Deinem bevorzugten Getränkemarkt unter die Lupe zu nehmen. Hinterfrage, ob dieses wirklich mit Deinem Tee zusammenpasst und harmonisiert. Kannst du hier etwas ändern, so tue es!

Hartes Leitungswasser - Auswirkungen und Probleme

Eine hohe Wasserhärte kann besonders im Haushalt ein Problem darstellen. Es kommt zu Kalkablagerungen an Armaturen in Bad und Küche sowie erhöhten Spül- und Waschmittelverbrauch. Auch Elektrogeräte wie Wasserkocher und Kaffeemaschinen sind hiervon betroffen.

Leistungswasser aus Wasserhahn

Aber insbesondere ändert sich der Teegeschmack bei einer hohen Wasserhärte. Die Tee-Aromen können sich dadurch nämlich nicht in Gänze entfalten. Je weicher das Wasser ist, desto besser und intensiver kannst Du Deinen Tee wahrnehmen und ihn genießen. Insbesondere bei höherpreisigen Grünen Tees solltest Du schon darauf achten, wie Dein Wasser einzuordnen ist. Denn es gibt sicherlich nichts Schlimmeres als einen schlechten Tee trinken zu müssen, der im Grunde sehr gut ist und Du diesen aus solch trivialem Grund meidest.

Mineralarm muss das Wasser sein

Ist Dein Leistungswasser zu hart, der Härtegrad aus welchen Gründen auch immer nicht reduzierbar, so bieten sich abgefüllte Wässer aus dem Getränkehandel an.

Am geeignetsten für die Zubereitung von Tee sind Wässer mit wenigen enthaltenen Mineralien. Denn je mineralreicher das Wasser ist, desto mehr wird der Geschmack des Tees verfälscht. Frisches Wasser aus Bergquellen ist für die Teezubereitung das Beste.

Allen voran sind es die bekannten Quellen und Marken wie Spa und Volvic die mineralarm sind. Aber vielleicht findest Du ein Wasser aus Deiner Nähe, das wenige Mineralien aufweist und dem nächsten Teegenuss einen ganz anderen und neuen Glanz verleiht. Probiere einfach zwei oder drei verschiedene aus und lass Deinen Gaumen entscheiden.

Schlieren in der Teetasse

Dunkle Ränder oder Schlieren in der Tasse sind nicht schön und sehen meist unappetitlich aus. Sie schwimmen wie Fettaugen auf der Oberfläche Deines Tees und kleben am Rande der Tasse.

Wenn Du Schlieren in Deiner Tasse Tee hast, kann dies mehrere Ursachen haben. Meist ist es jedoch zu hartes, also zu kalkhaltiges Wasser. Denn je härter das Wasser Deines Wasserversorgers ist, desto schneller und intensiver bilden sich diese Schieren. Um dies abzustellen, bietet sich der Einsatz eines Wasserentkalkers oder Wasserfilters an. Diese Wasserentkalker/-filter enthärten das Wasser um ein paar dH. Eines sei an dieser Stelle bemerkt: Sie können aus sehr hartem Wasser jedoch keine sehr weiches Wasser machen.

Ist die Wasserhärte im weichen oder im mittleren Härtebereich und es kommt dennoch zu Schlieren oder Randverfärbungen, so kann dies dann aus dem verwendeten Tee resultieren. Es sind die im Teeblatt enthaltenen ätherischen Öle, die die Tassenfarbe verändern. Häufig ist dies bei hochwertigen Assam Tees, feinen Darjeelings der zweiten Pflückung und bei Ceylon Tees aus Uva wieder zu finden. Diese Teesorten sind reichhaltig an Ölen und die Schlierenbildung ist in diesem Fall eher ein Qualitätsmerkmal als ein Wasserhärte-Problem.    

Wasserhärtegrad – Was ist das?

Der Härtegrad gibt an, wie viele Kalimetalle z.B. Calcium und Magnesium im Wasser vorhanden sind. Je höher die Wasserhärte, umso mehr dieser Härtebildner befinden sich im Wasser. Die Wasserhärte wurde in Deutschland und in Österreich früher gemessen in dH (deutsche Härtegrad). 2007 wurde vom Deutschen Bundestag eine Neufassung des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes an den europäischen Standards angepasst und regelt inzwischen einheitlich die Wasserhärte, die nun in Millimol pro Liter (mmol/l) gemessen wird. Die Härtegrade werden in drei Bereiche eingeteilt:

  • weich: <1,5mmol/l (<8,4° dH)
  • mittel: 1,5-2,5 mmol/l (8,4° dH bis 14° dH)
  • hart: >2,5 mmol/l (>14° dH)

Ermittlung der Wasserhärte in Deinem Haushalt

Um Deinen Wasserhärtegrad zu erfahren, bieten sich zwei Quellen und einfache Methoden an:

  • Stadtwerke bzw. Wasserwerk: Auskunft über den Wasserhärtegrad an Deinem Wohnsitz liefern Dir die zuständigen Stadtwerke bzw. Dein Wasserversorger. Ein Anruf oder Besuch auf deren Webpage führt Dich zum Ziel. Auch auf Deiner Jahresabrechnungen für Wasser kann der Härtebereich bereits angegeben sein.
  • Teststreifen: Die meisten Apotheken aber auch Zoofachgeschäfte (mit Aquaristik) haben vorgefertigte Teststreifen bzw. Teströhrchen zur Bestimmung der Wasserhärte. Solche Tests sind entsprechend der Anleitung leicht durchzuführen und simpel. Der Teststreifen wird in das zu bestimmende Wasser gehalten und der Härtebereich anhand der beigefügten Farbskala abgelesen.

Ablesen des Teststreifens

Wasserhärte reduzieren, aber wie?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten und verschiedene Produkte am Markt, die Wasser entkalken. Aber aufgepasst: Nicht alle Lösungsansätze entsprechen vielleicht Deiner Vorstellung und Definition von „gutem Wasser“. In folgenden sind die gängigsten „Enthärter“ mit kurzer Beschreibung aufgeführt:

  • Entcarbonisierung: Mit dieser Maßnahme wird nur die Karbonathärte verringert. Dem Wasser wird dabei Calciumhydroxid als „Kalkwasser“ zugegeben. Eine Entcarbonisierung wird bereits in einigen deutschen Wasserwerken an sehr harten Wässern durchgeführt.
  • Ionenaustausch: Ionenaustauscher, die mit Kochsalz regeneriert werden, sind in der Lage, Calcium- und Magnesiumionen gegen Natriumionen auszutauschen. Dieses Prinzip wird z. B. in Spülmaschinen eingesetzt, um die Heizelemente zu schonen und „Kalkflecken“ auf dem Geschirr zu vermeiden. Wasserenthärtungsanlagen für den nicht-professionellen Gebrauch zur Enthärtung von Trinkwasser verwenden dieses Prinzip. Gelegentlich wird es auch zur Aufbereitung kleiner Wassermengen, etwa zum Blumengießen oder Teekochen, verwendet.
  • Vollentsalzung: Eine Vollentsalzung beseitigt nicht nur Härtebildner, sondern alle Ionen. Sie wird durch eine Kombination von Kationen- und Anionenaustauscher erreicht. Vollentsalztes Wasser wird überall da eingesetzt, wo Wasser in reiner Form benötigt wird. Die größten Mengen kommen als Kesselspeisewasser zum Einsatz. Ein ähnliches Ergebnis erzielen die Umkehrosmose und die Destillation, bei denen auch nichtionische gelöste Feststoffe entfernt werden.
  • Opferanodensysteme auf Zinkbasis  verhindern das Auskristallisieren von Calcit an Oberflächen. Freiwerdende Zinkionen reagieren mit den im Wasser gelösten Carbonationen und bilden Kristallisationskeime, aus denen nur schwach kristalline und nicht anhaftende Minerale direkt in der Wasserphase entstehen. Diese werden dann mit dem Wasserstrom abtransportiert und verringern durch ihre „Schleif-Wirkung“ die vorhandenen Ablagerungen. Es handelt sich dabei um keine wirkliche Entfernung der Wasserhärte, aber dennoch um eine Vermeidung von Kalkablagerungen.

 

 

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